Ausstellung in der Galerie Susi Landolf, Opfikon ZH
vom 17. Mai bis 28. Juni 2003
(Susi Landolf)


In Harry Jo Weilenmanns Bildern öffnen sich verschiedene Räume, Ebenen, Form- und Farbkombinationen. Seine Malerei ist sehr lebendig. Neben Himmelbildern mit Punkten und Bildern, die ausschliesslich aus Punktreihen oder einzelnen Punkten bestehen, hat Weilenmann eine Serie mit flächigen Mustern geschaffen, die nun in der Ausstellung gezeigt werden.


Die flächige Anordnung der unregelmässigen Formen wird aufgebrochen durch Punkte, die Löcher, Kreise oder Kugeln sein können. Die unterschiedlich grossen und oft verschieden farbigen Punkte definieren die Position des Flächenmusters immer wieder neu. Weilenmanns Malerei erhält durch das Formen – und Wahrnehmungsspiel eine eigene perspektivische Wirkung.


Die Farbflecken der ausgestellten Bilder erinnern an Tarnmuster, erlangen allerdings eine Unabhängigkeit und Eigendynamik, die weit über diese Assoziation hinausreichen, vor allem bei längerer Betrachtung der Bilder. Gedanken an pflanzliche Formen, Urwaldeindrücke liegen vielleicht am nächsten, es können aber auch Profile, Tierformen, Landkartenmuster etc. hervortreten. Weilenmann benutzt sehr kräftige Farben und verteilt die unregelmässigen Gebilde frei über die Bildfläche. Es entstehen Bilder von grosser Intensität, Unmittelbarkeit und Lebendigkeit.


Ein Zitat des Künstlers Matthew Barney passt sehr gut zu Weilenmanns Malerei: "Mir erscheint meine Arbeit nicht sonderlich merkwürdig. Entscheidend ist doch nur die Disziplin, eine Idee in all ihren Möglichkeiten auszuloten, ihre äussersten Grenzen zu erkunden."